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Tagebucheinträge in der Woche
vom 03.Oktober 2004 bis 09.Oktober 2004

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Turn My Head

Samstag, 09.Oktober 2004 @ 16:41 Uhr
archiv

Immer der Sonne entgegen, immer nach Norden ! Dass die Sonne des Mittags hier im Norden steht, das scheint meinem Herrn Bruder nicht zu bekommen. Nicht nur genug damit, mir ständig die Fahrerei zu überlassen, nein, heute nickte er auch noch kräftig ein. Spätestens seit wir über 500 km von Brisbane entfernt sind, ist der Radioempfang dürftig, der Straßenverkehr ruhig und auch sonst gibt es nichts, was empfindliche Seelen aufregen könnte.

Das war gefährlich: meine Augen übersahen viel zu lange die Tankanzeige und als dann eine rote Lampe mich dezent auf einen Benzinmangel hinwies, gab es ein logistisches Problem: wo finde ich jetzt eine Tankstelle ? Naja, auf dem australischen Highway Nr. Uno ist im Allgemeinen die Sprit-Versorgung hervorragend. Zumindestens wenn man in der Nähe von Siedlungen ist. Leider hatte ich die Straßenkarte nicht zur Hand und übersah deshalb, dass in den nächsten 60 km meine Chancen auf Kraftstoff nicht sehr hoch waren. Da heißt es tief in die Trickkiste des ökonomischen Fahrens greifen, sämtliche Energieverbraucher abzustellen (35°C und trotzdem die Klimaanlage ausgestellt ) und beten, beten, beten.

Und ich wurde erhört: kurz bevor ich in eine verfrühte mid-life-crisis eintrat, fand sich ein Geschenk Gottes links von der Straße. Der Preis pro Liter war nicht gerade gering und die Kassiererin konnte sich nicht dieses verschmitzte Grinsen verkneifen, das eindeutig sagt: "Auf dem letzten Tropfen angekommen ?" Mist, erwischt !

Wir fuhren anschließend bis nach Gladstone, einer mir bislang unbekannten Stadt. Außer einer riesigen Aluminiumschmelze und einem gigantisch großen Industriehafen konnte diese graue Stadt aber nicht viel vorweisen. Langsam mussten wir uns überlegen, wie weit nach Norden wir unser Gefährt treten wollen und kamen zu dem Schluß allmählich umzukehren. Die Zeit drängte nun ein wenig, denn bereits am 13., also in vier Tagen, geht das Flugzeug von Brisbane zurück nach Sydney. Schon ironisch, dass wir die Nacht knappe fünf Minuten von einem Flughafen entfernt schliefen, von dem man so ziemlich jede große Stadt in Australien erreicht.





Ticket To Ride

Freitag, 08.Oktober 2004 @ 20:24 Uhr
archiv

Wenn Sand lange in der Sonne liegt, dann trocknet er aus und wird weich. Für ein Auto kann das ziemlich ungemütlich werden und folgerichtig bleiben tagtäglich Jeeps auf Fraser Island stecken und müssen mit größerem Gerät ausgegraben und freigeschleppt werden.

Eher selten ist so etwas am Strand notwendig, denn das Wasser verfestigt recht vernünftig. So weit, dass unter Umständen bis zu 100 km/h gefahren werden können ! Auf Gegenverkehr muss nicht unbedingt geachtet werden – so viele Autos sind hier wahrlich nicht unterwegs und im Falle eines Falles reicht die enorme Breite des Strandes vollkommen aus.

Endlose Kilometer donnerten wir entlang des Ost-Strandes wir nach Norden. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Wrack der gestrandeten Maheno kamen wir schließlich an einem riesigem Saufgelage unweit des Indian Heads an, das ein australisches Bauunternehmen jährlich für seine Mitarbeiter veranstaltet und mittlerweile einen legendären Ruf genießt. Die hatten schweres Transportgerät dabei: nur für das Bier natürlich.

Aber wozu Bier, wenn nebenan doch die bekannten Champagne Pools sind ? Leider ohne Champagner, dafür mit feinstem Salzwasser gefüllt. Hmm, wären wir doch beim Bier geblieben ...

Bei der Rückfahrt nahm der Allradbus eine der gemein versteckten Bodenwelle mit so viel Schwung mit, dass man ein lautes Knallen hörte, als der Kopf eines Japaners ungebremst gegen das Fahrzeugdach knallte. Ohnehin schon ein schweigsames Kerlchen, so sprach er ab dann gar nicht mehr. Well, no risk, no fun, mate !





Sand In My Shoes

Donnerstag, 07.Oktober 2004 @ 19:34 Uhr
archiv

Es gibt nur einen einzigen Grund, das vollkommen belanglose Städtchen Hervey Bay anzusteuern: um nach Fraser Island überzusetzen. Und warum nun diese Insel, dieses Fraser Island ? Na um alte Sandkastenerinnerungen auszugraben ! Das Eiland misst mehr als 100 km in der Länge und besteht dennoch nur aus Sand. Ausnahmslos. Nur Sand.

Vor langer, langer Zeit entstand eine Sandbank an dieser Stelle und wuchs und wuchs und wuchs. Denn ein Aufeinandertreffen diverser Strömungen sorgt dafür, dass Sand der gesamten australischen Ostküste früher oder später hier landet.

Einige Tausend Jahre sind seitdem ins Land gegangen und die größte Sandinsel der Welt ist reichlich mit Urwald bewachsen, von kleinen Bächen durchzogen und kann gar kristallklare Seen aufweisen. Wem das nicht reicht, der kann des nachts den Dingos, das sind die australischen Wildhunde, beim Jaulen zuhören.

Der Sand ist derart weich und zuckrig, dass ein vernünftiges Vorwärtskommen nur mit Allradfahrzeugen zustande kommt. Und das führt zu einem magenunfreundlichen Auf-und-ab-und-das-ganze-nochmal-juhu ! Obwohl mir nach ein paar Stunden Fahrt wirklich langsam der Spaß verging und ich mir festen Boden unter den Füßen wünschte.

Den Höhepunkt des Tages stellte zweifelsohne der Lake McKenzie dar: umrahmt von der grünen Hölle des Urwalds, die die sanften Hügel der Umgebung umspielt, fand sich ein weißer, nein, superweißer Strand und ein blauer See, der vor lauter Postkartenqualität schon verboten gehört. In den letzten Monaten habe ich schon viel gesehen, aber eins ist sicher: dieses Panorama kommt dem, was man gemeinhin Paradies nennt, am nächsten.

Mit der Sonne wird immer aufgestanden, mit selbiger auch stets schlafen gegangen. Nicht ganz: je nach Möglichkeit sitzt man nämlich beim Sonnenuntergang noch auf einer Klippe und schaut über das Meer, um den roten Feuerball hinter den Wellen langsam verschwinden zu sehen. Das ist jedes Mal aufs Neue so faszinierend, davon werde ich einfach nicht satt.





Loser

Mittwoch, 06.Oktober 2004 @ 15:56 Uhr
archiv

Christians Gastkommentar:

Heute hatten wir in Noosa, einem eher mondänen Badeort, ganz unmondän auf einem Campingplatz genächtigt, der direkt an einer Flußmündung in den Pazifik liegt. So konnten wir bei unserem Frühstück das geschäftige Treiben auf dem Fluss beobachten.

Für den Vormittag nahmen wir uns eine Wanderung durch den kleinen aber feinen Nationalpark von Noosa vor. Nachdem wir uns jedoch etwa zwölf Mal verfuhren, stellten wir den Bus mit verzogenen Mundwinkeln eben am erstbesten Parkplatz ab und liefen zum Nationalpark.

Der Nationalpark befindet sich auf einer Landzunge und ist etwa drei Quadratkilometer groß. Für alle älteren Leser: das ist knapp eine Quadratmeile. Zuerst folgten wir dem "Coastal Track" – das heißt also immer fein an der Küste entlang . Links von uns befand sich die felsige Küste und rechts der tropische Urwald. Zwischen den Sträuchern und Bäumen sprangen immer wieder schwarze hühnerähnliche Vögel wild herum, die uns noch im ganzen Park begegnen sollten und offensichtlich ihr Temperament überhaupt nicht unter Kontrolle hatten.

Auf halber Strecke begegnete uns auch noch ein älteres Ehepaar, das uns ganz aufgeregt von Walen und einer Gruppe Delphinen erzählte, die sich am Aussichtspunkt Hell's Gates befinden sollten. Dort angekommen konnten wir die Gruppe Delphine aus weiter Ferne noch schemenhaft erkennen, während die Wale inzwischen leider verschwunden waren. Dafür genossen wir den phantastischen Ausblick von dieser Stelle.

Danach führte uns unsere Wanderung durch den Urwald zum Noosa Hill hinauf. Am Wegesrand war immer wieder ein Rascheln im Unterholz zu hören. Teilweise bekamen wir die dafür verantwortlichen Tiere sogar zu Gesicht: Unter anderem entdeckten wir drei Schlangen und eine über einen Meter lange Echse, die ungeniert auf dem Weg in der Sonne herumlungerte.

Auf der Spitze des Noosa Hill angekommen war leider vor lauter Bäumen nichts von der Küste und den nahegelegenen Ortschaften zu sehen. So legten wir noch eine kleine Pause ein und machten uns dann wieder auf den Rückweg zu unserem Bus.

P.S.: Auf unserem Weg zum Bruce Highway, von wo es zum nächsten Etappenziel gehen sollte, verfuhren wir uns nur noch zwei mal.





Welcome To The Jungle

Dienstag, 05.Oktober 2004 @ 15:24 Uhr
archiv

Christians Gastkommentar:

Heute hatte Stephan als Quasi-Australier etwas ganz besonderes geplant: ein Besuch beim weltberühmten Crocodile Hunter ! Bei uns läuft er angeblich am Wochenende im Fernsehen auf VOX oder RTL II - oder so. Übrigens heißt er, der Crocodile Hunter, in Wahrheit nicht Crocodile Hunter sondern sehr banal Steve Irwin. Er betreibt den wirklich schönen und großen Australia Zoo in der Nähe von Landsborough. Gleich im Eingangsbereich findet man eine Vielzahl von Alligatoren und Krokodilen - süße, salzige, amerikanische, hölzerne, und noch viel mehr.

Danach führte unser Rundgang ins Terrarium zu den Schlangen. Mir ist übrigens aufgefallen, dass man in Aussieland dauernd darüber informiert wird, dass alle zehn der zehn gefährlichsten Schlangenarten der Welt gleich in der Nachbarschaft leben. Dazu zucken die Einheimischen im Allgemeinen leicht überheblich mit den Schultern .Und es ist wirklich so, dass gerade die kleinen Schlangen besonders gefährlich sind.

Nach den Reptilien sahen wir uns das Vogelfreigehege an. Dieses betritt man über eine Schleuse und steht sofort inmitten eines nachgebauten tropischen Regenwaldes. Neben unterschiedlichen Papageienarten es noch viele andere Vogelarten zu sehen. Da sich einige Vögel vor uns (ich denke vor Stephan) versteckten war unser Besuch relativ kurz.

Endlich ging es zu den nächsten Tieren - Gruppenkuscheln, -spielen und -fressen mit den Känguruhs ! Da es für einen frühen Frühlingstag heute mit 28 °C extrem warm war, lagen sämtliche Känguruhs nur träge herum und ließen wirklich alles mit sich anstellen. Und das nutzen wir zwo Europäer natürlich schamlos aus. Es gab jedoch auch ein Känguruh, ja nur eins im ganzen Zoo, das etwas tat. Es ließ sich unentwegt von allen möglichen Besuchern füttern. Weil Stephan und ich "Leute der Tat" sind, fütterten wir auch munter drauf los - solange bis nix mehr zu füttern da war. Nur diesem verfressenen Känguruh reichte das anscheinend immer noch nicht !

Wie die Känguruhs waren auch die Koalas sehr träge. Sie waren sogar so träge, dass der zwei Meter hohe Zaun praktisch in den angrenzenden Wald hinein gebaut wurde. Jedes halbwegs schlaue und agile Tier wäre geflüchtet - nur nicht unsere Kraul-Mich-Koalas. Die hingen die ganze Zeit schlafend oder fressend im Eukalyptus herum.

Nach einigen anderen Tieren, die es noch zu bestaunen galt, gingen wir dann ins Crocoseum. Dort finden regelmäßig Shows mit Papageien, Schlangen, Tigern und natürlich Krokodilen statt. Die Tiere führen Kunststücke vor, spielen mit den Tierpflegern oder werden wie das Krokodil einfach nur gefüttert. Dazu erzählen die jeweiligen Moderatoren noch etwas zu den Lebensgewohnheiten und Besonderheiten der Tiere.

Nachdem Stephan gegen 12 Uhr der Magen knurrte, steuerten wir schnurstracks das tierparkeigene Fast-Food-Restaurant an. Einen dicken Burger später hatten uns die restlichen Tieren am Hals. Da wären u.a. zu nennen: die Schildkröte Harriet, mit 173 Jahren das älteste Tier und Maskottchen des Australia Zoos. Oder die Tasmanischen Teufel, die die fünffache Beißkraft eines Pitbull-Terriers haben, also kurzum die festesten Zähne der Welt. Eigentlich vollkommen unbeabsichtigt rennen diverse kleine Echsen entlang der Wege durch den Zoo, die aus der Umgebung des Zoos stammen und schlicht begriffen, dass hier immer genug zu essen und ein warmer Stein in der Sonne zu finden ist.

Unser letzter Gang führte uns in den Tierpark-Shop wo Stephan eine Gummischlange erwarb. Ich befürchte, sie wird uns von jetzt an überall begleiten, ihren Platz neben dem Lenkrad hat sie jedenfalls schon ...





Wicked Game

Montag, 04.Oktober 2004 @ 22:07 Uhr
archiv

Das Doppelstockbett im Banana Bender’s fand ich so lala. Als alter Mann jagte ich Christian in die obere Etage, ich kann mit meinen morschen Knochen und wirren Gedanken nicht mehr so komplizierte Dinge machen wie zum Beispiel Leitern hochklettern.

Per Fähre tuckerten wir am Vormittag den Brisbane River entlang. Der Bauingenieur in der Familie fand die Architektur am Ufer natürlich sehr spannend, ich als weltgewandter und weitgereister Computerfuzzi nickte nur anteilslos mit meinem Kopf.

Per Handy erfuhren wir, dass unser Automobil noch nicht abholbereit sei. So schalteten wir von Stufe „langsam“ noch einen Gang zurück. Wir können das wirklich, keine Sorge.

Nachdem wir uns mindestens zweimal verlaufen hatten, fanden wir schließlich doch noch zu Wicked Campers. Dort nahmen wir ein Auto in Empfang, das von seinen Maßen her einem VW Bus entspricht, aber ganz verschämt doch nur ein KIA war. Inklusiv zwei eingebauten Betten, einem Küchenbereich und dem Lenkrad auf der rechten Seite. Der einzig wahren.

Nur bitte keine übertriebenen Vorstellungen über die Innenausstattung: alles notwendige war da, es war sauber und ordentlich - aber kein Luxus. Eben das richtige für sparsame Camper. Ein ausschlaggebender Grund für die Wahl von Wicked Campers war das erste Wort des Firmennamens: wicked. Zu deutsch heißt das so viel wie unverschämt oder durchgeknallt.

Somit war es vollkommen natürlich, dass der Wagen in einer Lackierung daherkam die auf einen verdammt starken Drogenkonsum des verzierendes Künstlers hinwies. Konzentrische Kreise in Babyblau und 70er-Jahre-Rotbraun lenkten nur von dem Spruch ab, der für alle unübersehbar auf der Hecktür prangte: "We take acid to make the world feel normal.". Punkt.

Auf der Autobahn Richtung Norden bekamen wir von mehreren Fahrern ein Daumen-hoch-Handzeichen und zustimmendes Kopfnicken. Das sollte mir zu denken geben. Abends landeten wir nach ein paar Stunden Fahrt unfallfrei (ich saß am Steuer !) in einem kleinen Kaff, wo wir schon aus lauter Not und mangelnder Vielfalt ein Sixpack Bier und Kartoffelchips als Grundversorgung kaufen mussten. Noch die kleinen Klappstühle aus dem Auto geholt und schon ließen sich der Ausblick und der Sternenhimmel herrlich genießen.





Cry Me A River

Sonntag, 03.Oktober 2004 @ 23:46 Uhr
archiv

14 Jahre. Da soll man ja in einem schlimmen Alter sein. Hab ich jedenfalls mal irgendwo gehört. Und so alt wurde heute auch das Land, das groß und breit in meinem Personalausweis prangt. Vor lauter Enthusiasmus feierte ich das ganze mal mit einer extragroßen Portion Dentagard. Ja, ich putze mir in Down Under jeden Tag die Beißerchen mit echter deutscher Zahnpasta, der Nachschubweg wird hoffentlich auch nie versiegen

Genug sinniert und Karies bekämpft – heute stand schließlich wieder ein Flug an ! Ohne Frühstück (von Christian angeschleppte Kekse mit 52 Zähnen gelten ausnahmsweise nicht) verließen wir kurz nach Sonnenaufgang unser Quartier namens Annie’s Place und düsten ab zum Flughafen von Alice Springs. Von dort aus brachte uns Qantas nach Brisbane, der Hauptstadt des Bundesstaates Queensland. Unterwegs gab es – nicht besonders überraschend - viel rote Wüste zu sehen, die auf den Namen Simpson Desert hört. Kaum kamen ansatzweise bewohnte und bewaldete Regionen in Sichtweise, schon hatte diverse Rauchwolken diese in Griff.

Bei all den absichtlich gelegten Feuern – als Backburning bekannt – bin ich den häufigen Qualm in Australien eigentlich gewöhnt. Allerdings glaube ich, dass diesmal die Feuersbrunst eher unfreiwillig wütete. Auch wenn es pervers klingt: ich fand, es sah aus der Luft richtig schön aus.

Brisbane hat die Eine-Million-Einwohner-Grenze längst locker geknackt und wächst vor allem dank des milden Klimas ungebremst. Ohne fahrbaren Untersatz ging es eben per Fuß durch die Stadt, die im Wesentlichen einen sehr kompakten Stadtkern hat (ja, die Vororte ufern aus …). So konnten mein großes Brüderchen und ich ohne Schwierigkeiten einen Eindruck vom arg trüben Brisbane River bekommen, die hochglänzenden Wolkenkratzer sehen und abends dann libanesisch essen gehen.

Mein Eindruck von der Stadt: eigentlich nicht schlecht. Gerade die neue Uferpromenade unmittelbar vor der Griffith University hatte es mir angetan. Dagegen sieht meine Uni in Sydney, die UTS, ein bißchen schäbig aus Zur Ehrenrettung aller Potsdamer: das Neue Palais ist natürlich ohnehin unschlagbar !

Für unschlagbar hielt ich auch die Sydney Roosters. Dieses Rugby-Team stand nach überzeugenden Spielen (Erster der Vorrunde) nun im Grand Final der australischen Meisterschaft und dann mussten wir im Fernsehen ernüchtert zusehen wie sie vom Zweiten der Vorrunde, den durch Sexskandale berühmten Sydney Bulldogs mit 16 zu 13 auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden. Meinen Fanschal trage ich ab sofort nur noch heimlich. Ist eh zu warm dafür.







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