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Tagebucheinträge in der Woche
vom 07.März 2004 bis 13.März 2004

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Come Away With Me

Samstag, 13.März 2004 @ 21:54 Uhr
archiv

Na hoppla, da sind ja bereits vier Wochen rum ! Das ging aber schnell ... und genau wie eine Regierung von der Presse immer nach 100 Tagen beurteilt wird, ziehe ich mal ein kleines Resumé der letzten 28 Tage:

Anders ! Anders ? Anders ! Obwohl ich, ganz ehrlich !, viel mehr Unterschiede im Vergleich zu Deutschland erwartet hatte. Vielleicht liegt es daran, dass ich bisher eigentlich nur in der Großstadt Sydney unterwegs war. Hier ist alles ein Mischmasch aus Europa und Amerika mit einer Prise Asien. Wenn man die Sprache in den wesentlichsten Bestandteilen beherrscht, immer ein, zwei Dollar mit sich rumträgt und in schwierigen Situationen nichtssagend lächeln kann, dann überlebt man schon ganz gut.

So ein Studium im Ausland hat sich durch die moderne Kommunikationstechnik in den letzten Jahren ziemlich vereinfacht: neben dem Telefon stellt das Internet ein ungemein große Hilfe dar. Dort findet man nicht nur Unterstützung in Sachen Sprache, sondern auch Karten und, das wollen wir nicht vergessen, kann man Mails schreiben. Mutige lesen diese sogar

Ob's der richtige Ort ist ? Da will ich mal die Antwort in zwei Teile aufspalten: akademisch und persönlich.

Bei ersterem stimmt ein wenig das Vorurteil, das Deutsche mitunter gegenüber anderen Ländern haben, nämlich dass dort das Niveau etwas niedriger liegt. Das Bachelor-/Mastersystem fördert den Wechsel des Studienschwerpunktes beim Übergang vom Bachelor zum Master. Aus genau diesem Grunde findet man mehrere Studierende, die einfach nicht die entsprechende Grundkenntnisse haben. Beispiel: Wer mit Elektrotechnik anfängt und dann als Graduierter auf Information Technology umschwenkt, dem fehlen nun mal knapp 3 Jahre Erfahrung im Bereich Softwareentwicklung. Ebenso bewirkt der hier häufig praktizierte Wechsel der Hochschule, dass keine gemeinsame Wissensbasis unter den Studierenden existiert, auf die man zurückgreifen könnte. Auf diese Problematik nehmen viele Dozenten direkt oder indirekt Rücksicht. Selbst wenn viel über Pisa diskutiert wird: die deutschen Hochschulen brauchen sich auf gar keinen Fall zu schämen.

Die zweite Antwort bezieht sich auf Sydney (oder Australien im Allgemeinen): Wenn man als dem frierenden Deutschland ins sommerliche Sydney kommt, dann ist es schon unverschämt geil. Nicht nur die Temperaturen sorgen für ein deutliches thumbs up bei mir - hier ist alles irgendwie moderner, jünger, lebendiger. Die boomende Wirtschaft steht den Leuten ins Gesicht geschrieben, es wird nicht so gemeckert wie im Jammertal Deutschland. Das Wort jünger meine ich durchaus wörtlich, hier sind mehr Kinder und Jugendliche unterwegs als daheim in Good Old Germany. Ein Teil der australischen Mentalität sorgt dafür, dass man gerne Probleme komplett unter den Tisch schiebt, wo sie dann vor sich her köcheln. Da muss man aufpassen; ein Behördengang verlangt Beharrlichkeit und man darf sich nicht von dem eisernen Lächeln des Gegenübers blenden lassen.

Ob ich es hier noch ein paar Monate aushalte ? Na auf jeden Fall !


1 Kommentar

comment
schrieb [Bruder Christian] am 14.03.2004 um 22:18 Uhr
Viel Spaß noch in den kommenden 287 Tagen in Australien! Es lebe GOOD OLD GERMANY! ... Bayern von mir aus auch ;o)




Purple Rain

Freitag, 12.März 2004 @ 23:45 Uhr
archiv

Seit Mittwoch regnet es nun schon, das geht mir ziemlich auf den Wecker. Da hätte ich ja gleich in Deutschland bleiben können - zumindestens legt das ein Blick auf die neue Wetteranzeige auf meiner Homepage nahe.

Aus dem Bereich der kleinen Dinge des Alltags sind jetzt mal die Supermärkte dran: Eigentlich ist eine ganze Menge wie in Deutschland, die Anordnung der Produkte ähnelt doch den großen Ketten wie Plus, Aldi etc. frappierend. Und man findet auch viele deutsche Produkte, gerade im Bereich der Körperpflege ist das gesamte Nivea-Sortiment vertreten. In Sachen Ernährung muss man den Aussie aber noch viel beibringen, denn hier bekommt man nur schwer anderes Brot als Toastbrot. Ich als kleiner Käsefetischist verzweifle an diesem komischen Cheddar und freue mich, wenn ich mal (ziemlich teuren) dänischen oder griechischen Käse finde. Der ist auch nicht gerade umwerfend, aber immer noch besser als Cheddar.

An der Kasse werden freundlicherweise alle frisch erstandenen Artikel gleich eingepackt. Generell gibt es stets und ständig Plastiktüten - die halbe Weltproduktion an Plastiktüten scheint in Australien zu landen. Im Coles-Supermarkt existieren gar zwei Arten von Schnellkassen: eine bis 8 und eine bis 15 Artikel. Diese Mengen sind nicht fingerabzählgeeignet. Das sollte ich mal als Kundenbeschwerde einreichen.

Im Tagesverlauf geschah das Wunder und es hörte fast auf zu regnen, die paar übriggeblieben Tropfen hauen einen echten Masterstudenten nicht um. Am Abend feierte Jess (nicht die aus meiner WG, aber auch aus Geegal) ihren 19.Geburtstag. Ich fühlte mich dabei so alt ! Es kamen relativ viele Leute (20 ?) in unseren Hinterhof und einige fühlten sich genötigt zu randalieren. Das heißt mehr oder weniger, dass sie diverse leere Bierflaschen gegen Wände schmissen und dann die ganzen Scherben herumlagen. Irgendwann kam die Polizei, was nicht viel half und auch deren zweiter Besuch konnte die meisten jüngeren nicht zur Ruhe bringen. Viele der Studenten sind wohl zum ersten Mal weg von zu Hause und drehen daher frei. Besonders schlimm finde ich in dieser Hinsicht die Alkoholbeschränkungen in einigen Ländern. Während der Deutsche bereits in jungen Jahren seine Erfahrungen mit Alkohol sammelt und sich irgendwann zu benehmen weiß, darf der Australier dies erst mit 18 und der Amerikaner noch später, nämlich mit 21 Jahren. Gerade letztere Gruppe hatte vielleicht zum ersten Mal im Leben die Möglichkeit des Vollrausches und das gleich voll ausgekostet. Armes Amerika.

Was ist denn bloß in Madrid los gewesen ? Vielen hier ist Spanien einfach zu weit weg, als dass es sie irgendwie interessieren würde, wenn 200 Menschen nach Bombenanschlägen sterben. No worries, mate - dieser Standardspruch der Australier geht mir manchmal auf den Wecker.


1 Kommentar

armes spanien
schrieb [Brahma] am 15.03.2004 um 16:50 Uhr
möchte man eine wahl gewinnen, muss man einfach züge sprengen. schlimm wie weit wir wieder gekommen sind, aber die "schuldigen" sind ja gefunden, war bestimmt ein einzeltäter




Strange Currencies

Donnerstag, 11.März 2004 @ 23:56 Uhr
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Endlich mal wieder richtig Wäsche waschen, den Staubsauger in die Hand nehmen und nebenbei wilde Experimente in der Küche machen - letzteres hätte ich bleiben lassen sollen. Nicht dass die Feuerwehr käme (so schlimm war's nicht), aber ich muss mir ein Wörterbuch neben den Herd legen. Wer mal etwas richtig abartiges zubereiten will, dem empfehle ich Pellkartoffeln mit Quark, Zwiebeln, Äpfeln, Pfeffer (soweit noch alles okay) und Zimt (würg !).

Heute musste ich endlich mal mit der Programmierung meines Raytracers loslegen, denn in knapp zwei Wochen ist die erste Fassung fällig. Darstellen kann er noch nichts, aber das Baby trägt schon einen Namen: Trayce. Und damit ich noch mehr Zeit vor dem Rechner verbringen konnte, erklärte ich mich nach liebem Bitten bereit, einen fremden Dell-Laptop mit Ach und Krach internetfähig zu machen. So ganz klar ist mir die Konfiguration in unserem Netzwerk immer noch nicht, aber egal.

In der Abendvorlesung von 18 bis 21 Uhr überkam mich dann extrem die Müdigkeit. Ich denke mal, dass ich einige Minuten nicht bei vollem Bewußtsein erlebt habe. Aber da ich eh schon tausende Male den Begriff Polymorphie erklärt bekam, ist das alles zu verkraften.





Wind Of Change

Mittwoch, 10.März 2004 @ 18:21 Uhr
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Aufmerksame Tagebuch-Leser haben's vielleicht bemerkt, dass in den letzten drei, vier Tagen eine kleine Schreibpause bei mir herrschte. Die war technisch bedingt: mein zugrundeliegendes eigenes Content-Management-System schrieb ich in einigen kritischen Teilen komplett um, weil ich in letzter Zeit starke Performanceprobleme feststellte. Jetzt läuft alles wieder sauber, es sollte genauso aussehen wie vorher und doch irgendwie besser sein

Ich sollte mir ein paar neue Smilies zulegen. Google wird mir schon helfen.

Ansonsten war nicht viel los heute: beim Hautarzt testete ich mal gleich meine OSHC-Krankenkassenkarte und beobachtete im Wartezimmer gelangweilt den wolkenverhangenen Himmel. Die Temperatur ist im Vergleich zu gestern geradezu in den Keller gesackt: 15 Grad weniger => nur noch 23 Grad. In kurzen Hosen und T-Shirts schon kurz vor der Grenze zum Unangenehmen.

Ach, da hätte ich doch glatt den Höhepunkt des Tages unterschlagen: Feueralarm. Natürlich wieder durch einen küchenuntauglichen Studenten ausgelöst. Diesmal sogar ein Franzose, da wird's heute abend wohl keine kulinarischen Exquisitäten geben, sondern bloß Stulle mit Brot. Mir ist das reichlich egal, aber wo blieb eigentlich die hübsche Feuerwehrfrau vom letzten Mal ? Naja, sonst weiter nichts passiert.





Local Boy In The Photograph

Dienstag, 09.März 2004 @ 22:31 Uhr
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Es gibt immer wieder Anfragen interessierter Tagebuch-Leser nach Bildern vom Strand. Bisher drückte ich mich davor, da normalerweise nur ein einziger Menschschlag eine Kamera an den Strand mitnimmt: blasse Engländer, Mitte 50, allein unterwegs. Und ich wollte mich da nicht einreihen.

Heute jedoch machte ich mich direkt nach der Uni mit meiner Digicam auf nach Bronté Beach. Dieser eher kleine Strand liegt mitten zwischen Coogee Beach und Bondi Beach. Zu letzterem wollte ich mich per Fuß weiterbewegen, was ich schließlich auch tat und leicht bereute, denn 38 Grad im Schatten sind wahrlich kein Pappenstiel, wenn weit und breit kein Schatten zu sehen ist.

Auch wenn meine Auflistung an Stränden sich umfangreich anhört: so richtig Strandküste umgibt Sydney nicht. Vielmehr sieht man viele Klippen und zerfurchte Steilküsten. Und so muss sich die örtliche Kriminalität auf wenige Strandabschnitte, insbesondere Bondi Beach, beschränken. Ich konnte in einer wissenschaftlich fundierten Feldstudie eine Diebstahlrate von 62% aller Bikini-Oberteile feststellen. Zur Minimierung statistischer Schwankungen wiederhole ich die Zählung so oft es geht. Aber heute lag die Diebstahlrate vielleicht sogar noch höher ... schockierend !





A Long Walk Home

Montag, 08.März 2004 @ 21:04 Uhr
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Draußen wird es langsam besser, d.h. trockener. Das war auch dringend notwendig, denn ich ernährte mich mittlerweile von Leitungswasser und Vegemite. Das sind zwei sichere Zeichen für einen anstehenden Lebensmitteleinkauf. Der heutige stellte alles bisher dagewesene in den Schatten: mit knapp 9 Litern Getränken und bestimmt noch mal so viel Fressalien quälte ich mich von der Broadway Shopping Mall bis in unsere Küche. Selten kam mir die Strecke so lang vor. Selten habe ich mir ein Fahrrad so sehr gewünscht. Selten habe ich meinen Durst und meinen Hunger so verflucht.

Meine ausgebrochene Vorliebe für Vanilla Diet Coke bekomme ich echt nicht mehr unter Kontrolle. Irgendwie sollte ich mir schleunigst eine Ersatzdroge besorgen. Zum Beispiel Twix aus Milchschokolade - extrem lecker ! Auch diese eine Sorte alkoholfreies Bier (wenn ich mir bloß den Namen merken könnte - war es Cooper's ?) ist nicht zu verachten: billiger als die meisten Mineralwässer, weniger Kalorien als Limo oder Milch und dazu noch ein richtig guter Geschmack. Nach Schweizer Originalrezept - Grüzi !

Am Abend stand noch ein wenig körperliche Ertüchtigung auf dem Programm, was zwar meinem Bauch gut tut, worüber sich mein rechter Zeigefinger aber nicht freute. Ist nur leicht überdehnt, weh tut es trotzdem. Aber nichts im Vergleich zu dem einen Asiaten, der voller Schwung ein Offensivfoul an einem meiner Mitspieler beging und quasi zur Strafe unbeabsichtigt auf den Hinterkopf fiel. Selbst auf diesem komischen Kunststoffbelag wahrlich nicht zu empfehlen.

Ach ja: Sex-and-the-City-Abend. Mehr sag ich nicht.





Breakdown

Sonntag, 07.März 2004 @ 18:40 Uhr
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mehr ? na hier: www.formula1.com

Lange erwartet und nun schließlich passiert: die Waschmaschine gab ihren Geist auf. Den Wäschetrockner holte der Hausmeister zwecks Reparatur schon am Donnerstag ab, doch nun stehen wir komplett ohne maschinelle Hilfen da. Nicht nur der seelische Schaden ist immens, mir gehen schlicht und ergreifend auch die sauberen Sachen aus. Und so versteckte ich mich bis Mittag auch im Bett, was angesichts des immer noch anhaltenden Regens eine sehr gute Entscheidung war.

Nicht ganz so gut wühlte sich meine Nase durch die Gewürze in unserer Küche. Und so gab es bei mir Pellkartoffeln mit Quark, letzterer jedoch u.a. mit Zimt. Eine beschissene Idee !

Letzte Woche bekam ich mit, dass einige aus Geegal nach Melbourne zum Auftakt der Formel-1-Saison fliegen wollten. Leider etwas zu spät für mich: zwar gab es noch Karten für unter 100 A$ (60$euro;), nur der Flug würde mich mindestens noch einmal 250 A$ (150€) kosten und eine Unterkunft war in der ganzen Stadt seit Wochen nicht mehr zu finden. Das frei empfangbare Fernsehen ist in Sydney auf vier bis fünf vernünftige Kanäle begrenzt und einer davon, namentlich Channel 7, zeigte den ganzen Tag Formel 1. Es erinnerte mich alles sehr stark an RTL und ich konnte sogar den Kai Ebel entdecken !

Gestern schon verfolgte ich Meikell Schumäkers dominierende Vorstellung im Qualifying, heute schlief ich beim Rennen ein. Völlig normal, das passierte mir in Deutschland in den letzten Jahren mit wunderbarer Regelmäßigkeit immer wieder ...







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