behördlich gemeldet als
stephan brumme

existent seit
27.Dezember 1978

meist anzutreffen
Rudolf-Breitscheid-Str. 226
14482 Potsdam
Germany

aber 2004
Appartment 6F
12 Boundary Street
Chippendale
New South Wales 2008
Australia
Handy
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209876906
 

und im Internet
www.stephan-brumme.com sowie
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Aktueller Sonnenstand



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sonnenstand.stephan-brumme.com
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Tagebucheinträge in der Woche
vom 25.April 2004 bis 01.Mai 2004

<< älter navigator neuer >>

Riverwide

Samstag, 01.Mai 2004 @ 21:12 Uhr
archiv

Alle Welt ist der Meinung, der Yellowstone Park in Nordamerika wäre der älteste unter Naturschutz gestellte Park der Welt. Alle ? Nicht ganz, denn ein kleiner australischer Kontinent leistet Widerstand - und das ganz zu Recht. Denn in Wahrheit ist der Royal National Park südlich von Sydney einige Jahre früher staatlich anerkannt worden. Um genau zu sein: am vergangenen Montag wurde er 125 Jahre alt.

Grund genug also, mir diesen anzusehen. Nachdem ich mich an einem Samstag um 7 Uhr morgens aus dem Bett quälte, musste ich ernüchtert feststellen, dass der Busfahrer schlicht und ergreifend verschlafen hatte. Mit satten 20 Minuten Verspätung ging es dann los und nach nicht einmal einer Stunde Fahrt trafen wir vor Ort ein.

Zum Auftakt bestiegen wir im Zweierpack Kanus und ruderten durch die Wildnis. Vermutlich legten wir die doppelte Wegstrecke von dem zurück, was auf den Karten eingezeichnet ist, da eine vernünftige Fahrt geradeaus ein ewiger Wunschtraum bleiben wird und ein Zickzack-Kurs wohl eher der Realität entspricht. Immerhin war mein Boot unter den zehn angetretenen dasjenige, das am weitesten kam. Also Team Deutschland/Mexiko klar in Front !

Nach einem stärkenden Mittagessen (mal ein richtiger Cheeseburger, nicht dieses McDonald's-Gewurschtel), bei dem mich ein Kakadu ziemlich hungrig beäugte, fuhren wir ein paar Kilometer Richtung Küste. Die Gegend ist relativ hügelig und die Straßen sind mit vielen Kurven ausgestattet. Das ist an einem sonnigen Tag ideal für viele Motorradfahrer, die mit sattem Auspuffgeräusch an unserem Bus vorbeidonnerten. Einer der Biker durfte im Auto nach Hause fahren. Das Auto hatte übrigens Blaulicht auf dem Dach.

Leider ist die Gegend rund um Sydney nicht gerade mit Stränden gesegnet (Bondi, Manly und Coogee sind Ausnahmen) und so findet man neben all den Klippen nur selten Zugang zum offenen Wasser.

Aber das ist ja nicht so schlimm, wenn man mitten im Wald einen abgelegenden Wasserfall entdeckt. Das unglaublich klare Wasser war wunderbar, wenn auch etwas kalt. Nur fünf der achtzehn Studierenden wagten sich hinein. Ist doch Ehrensache, dass der Stephan auch unter den Mutigen war - einer muss doch den starken Deutschen spielen. Wie üblich waren wieder knapp ein Drittel aus Deutschland. Bis auf meine Wenigkeit zierten sie sich jedoch vor dem Wasserfall und ich kann doch nicht zulassen, dass wir Deutschen als feige gelten, oder ?





New Kids On The Block

Freitag, 30.April 2004 @ 23:52 Uhr
archiv

Die UTS verfügt über drei Wohnheime. In kleinsten davon, in Geegal, wohne ich. Das neueste und größte der drei Wohnheime, namentlich Gumal Ngurang (aus der Sprache der Aborigines, heißt in etwa freundlicher Platz), ist derart neu, dass man bislang einfach keine Zeit für eine ordentliche Einweihungsfeier hatte. Genau die wurde heute nachgeholt.

Eingeladen waren alle Bewohner aller Wohnheime und diese Gelegenheit nahm auch der große Teil wahr - schließlich weiß ein armer Student einen kostenlosen Abend zu schätzen ! Es wurde um angemessene Kleidung gebeten, was dazu führte, dass ich den Eindruck einer Beerdigung gewann: fast alle hatten dunkle oder schwarze Sachen an. Nur Stephan machte mit seiner freundlich-hellen Bekleidung eine Ausnahme.

Nach ein paar üblichen Ansprachen, die jeder anteilslos über sich ergehen ließ, konnten in Gumal Getränke und Snacks bis zum Abwinken vertilgt werden. Meine klarer Favorit waren die belegten Mini-Bagels, die trotz ihrer nur 3 oder 4 cm Durchmesser ein Aroma entwickeln, dass zwei Hände kaum zum Nachzählen meines Speiseplans ausreichen. Aber das war nur zum warmwerden !

Denn wenig später stand der offizielle Dinner im neuen Uni-Gebäude Nr. 6 auf dem Programm. Spaßeshalber hier das Menü (auf Englisch):

  • Aphrodite's Vegetarian Platter
    • Fresh Herb Spaghetti with Ricotta
    • Zucchini and Pumpkin Keftedes
    • Dolmades Vine Leaves with Rice and Herbs
    • Stuffed Tomatoes with Rice
    • Feta Cheese Triangles
    • Spinach and Ricotta Pie
  • Mount Olympus Meat Platter
    • Roasted Lemon and Rosemary Potatoes
    • Char-grilled herb Chicken
    • Lam Kebabs
    • Beef Filo Triangles
    • Meat Keftedes
  • Greek Salad
  • Freshly Baked Bread Rolls from Vulcan's Oven
  • Dessert
    • Selection of Luscious, Heavenly mini Greek sweets

Insbesondere die Feta Cheese Triangles waren anbetungswürdig !

Die Tische wurden zugewiesen und aus einem mir unbekannten Grunde setzte man jeweils Studenten aus der gleichen Fakultät zusammen. Auf dem Foto sind nur Informatik-Studenten zu sehen (zumindestens die vier im Vordergrund ...). Ich war als einziger Masterstudent gleichzeitig der älteste in der Runde - tja, 25 Jahre sind ein schweres Schicksal, wenn ein Teil der Anwesenden noch nicht einmal die 20 überschritten hat !

PS: Ich weiß zwar, wie man Gumal ausspricht (kurzes u, fast wie ein i, und das a etwas länger), aber Ngurang bleibt für mich ein faszinierendes Mysterium. Zum Glück stehe ich mit meinem Problem nicht allein da und so sagt praktisch jeder nur Gumal.





Hell Freezes Over

Donnerstag, 29.April 2004 @ 22:00 Uhr
archiv

Ich bin 'ne Frostbeule. Das gebe ich mal hier ganz offen zu:

Entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten schleiche ich mich schon die ganze Woche zu den Abendvorlesungen in einem Pullover. Zu diesem Zwecke habe ich mir extra einen neuen gekauft: den original UTS-Pullover ! Nun kann ich, ganz stilecht wie immer, tagsüber ein dunkelblaues Uni-Potsdam-T-Shirt tragen (danke nochmal für dieses Geschenk) und wenn die Temperatur mit Einbruch der Dunkelheit unter 20 Grad fällt, den schneeweißen University-of-Technology-Sydney-Pullover drüberziehen. Dann fühle ich mich als polyglotter Bildungsbürger.

Nach all den schweren Verlusten am gestrigen Tage brauche ich das als psychologisches Wiederherstellungsprogramm. Und es hilft tatsächlich.

Schon erstaunlich, wie regional begrenzt Kartenspiele sein können. Wir spielten in unserer WG Shithead (eine Übersetzung spare ich mir lieber), was mir absolut unbekannt war. Die Schande, das erste Spiel zu verlieren, ist somit nicht allzu schwerwiegend. Nichtsdestotrotz sind die Regeln eigentlich idiotensicher einfach - kein Vergleich zu Skat, was ich mir verkniff zu erklären.

Der Rock'n'Roll lebt in Potsdam ?! Das überprüfte ich mal sofort per SMS und kann mir nun sicher sein, dass der Lindenpark auch im Sommersemester bebt.


1 Kommentar

regelwerk
schrieb [linda] am 13.06.2005 um 17:06 Uhr
hi, ich wollt mal ganz dezent anfragen, ob du mir mal die regeln von shithead schicken könntest!ich hab es erst 2mal gespielt!dummerweise habe ich die regeln wieder verdrängt!wäre echt nett!nur skat spielen ist auf die dauer ziemlich ätzend!dangä schee




Farewell And Goodbye

Mittwoch, 28.April 2004 @ 22:56 Uhr
archiv

Schnüff, schnüff. Mein guter Renault 19 geht von dannen - viele tausend Kilometer von mir entfernt ereilt ihn das Schicksal alles Irdischen, so dass eine abschließende Umarmung von mir leider ausbleiben muss.

Treue Dienste hat er mir stets geleistet. Ganz in silber-metallic trug er voller Stolz das Kennzeichen LUK-M 323, um alle einheimischen Mazda-323-Fahrer zu ärgern.

Meine ersten Fahrstunden (vor der eigentlichen Fahrschule natürlich ) gehen auf sein Konto und ganz nebenbei bemerkt war er auch das schnellste Auto in unserem Familienbesitz ... adieu du liebgewonnener Weggefährte !


1 Kommentar

you will never walk alone
schrieb [Bruder Christian] am 29.04.2004 um 9:57 Uhr
er war immer da, wenn wir ihn brauchten und ließ uns nie im stich. hin und wieder benötigte er mal einen neuen auspuff, aber sonst begnügte er sich mit benzin (im gegensatz zu anderen autos, die ja unbedingt super+ brauchen). auch durch stephans pflege erlebte er noch mal einen 2. Frühling. Danke für viele unvergessliche erlebnisse!




Walking Barefoot

Mittwoch, 28.April 2004 @ 21:49 Uhr
archiv

Vielleicht ist mir was entgangen: die mangelnde allgemeine Anwesenheit in den Vorlesungen, die ich gestern fachmännisch unter die Lupe nahm, zieht sich auch durch den heutigen Tag. Dabei kann nicht mal das Wetter als Ausrede gelten, denn die meisten Sydneysider mummeln sich bei frostigen 19-20 Grad in einen Pullover ein. Harte Europäer wie ich bleiben stur beim T-Shirt und trotzen darin auch spontanen Regenfällen.

Und etwas Wärme von innen (wo bekanntlich alles Gute herkommt) spendet der Sport, den ich mittlerweile doch sehr regelmäßig betreibe. Der heutige Tag zählt mehr zu den kostenintensiven, denn leider hat es meinen rechten Basketball-Schuh zerlegt. Ein sechs oder sieben Zentimeter langer Riss im Leder - genau über dem Übergang zur Sohle - scheint auf einen Fabrikations- oder Designfehler hinzuweisen. Die Schuhe sind auch nicht mehr die Neuesten und somit kann ich mit gepflegtem Schwung das Paar in den Müll befördern. Willkommen in der Wegwerfgesellschaft.

Ich sollte meine Assignments und den Vortrag demnächst in verkaufbare Formen pressen. Da steht noch etwas Arbeit an !





Pushed Again

Dienstag, 27.April 2004 @ 18:05 Uhr
archiv

8 Uhr ? Raus aus den Federn ! Wenn in Deutschland Mitternacht ist, dann scheint bei mir schon die Sonne und gibt mir zu verstehen, dass der neue Tag begonnen hat. Vermutlich bedingt durch die Osterferien genügte mir heute die Stunde nicht, um den üblichen Ablauf eines Morgens abzuspulen und dann um 9 Uhr im Hörsaal zu sitzen. Zwar kam ich zu spät, aber das ist immer noch besser als die schlichte Abwesenheit von etwa zwei Drittel der Studenten.

Auf dem Papier heißt es, jeder Student der University of Technology in Sydney ist zur Anwesenheit stets verpflichtet. In einigen Fächern außerhalb der IT-Fakultät gibt es demzufolge auch Unterschriftenlisten, in die man sich jedesmal eintragen muss. Bei uns jedoch argumentiert man, der Vorlesungsstoff sei insbesondere im postgradualen Bereich derart anspruchsvoll, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt, als freiwillig anwesend zu sein.

Zur Beruhigung: im Vergleich zum Hasso-Plattner-Institut ist das Gebotene vom Schwierigkeitsgrad her sehr gut verdaubar und mehrfaches Fehlen im Hörsaal kann schnell kompensiert werden. Lediglich die Hausaufgaben sind umfangreicher und werden in meinen Augen auch schärfer zensiert.

Moment mal, in acht Monaten habe ich ja Geburtstag ... da hole ich mal prompt einen Stift raus und schreibe meine ganzen Wünsche auf - das kann eine lange Liste werden !





Fighter

Montag, 26.April 2004 @ 19:15 Uhr
archiv
mehr ? na hier: www.anzacday.net

Normalerweise gehen heute die Osterferien zuende und ich müsste meinen Hintern Richtung Uni bewegen. Aber die Australier kennen glücklicherweise den Anzac-Day, der mir als landesweiter Feiertag noch 24h Aufschub gibt.

Das Wort Anzac ist eine Abkürzung und steht für Australian and New Zealand Army Corps, also quasi die vereinigten Streitmächte dieser beiden Länder. Sie entstanden im Verlaufe des ersten Weltkrieges und lieferten sich u.a. eine große Schlacht mit den Deutschen um die Passage bei Gallipoli (Zugang Schwarzes Meer). Obwohl ANZAC schwerste Verluste aufwies, wird dies dennoch als große Heldentat gefeiert. Mir gefällt die Selbstironie in ihrem Schlachtruf: We cannot shoot, we won't salute - what bloody use are we ? zu deutsch etwa Wie können nicht schießen, wir werden nicht salutieren. Wozu sind wir denn nütze ?

Rein interessehalber wollte ich mir heute dann auch irgendwas bezüglich des Anzac Day anschauen, leider totale Fehlanzeige. Ich wusste nämlich nicht, dass alle Feierlichkeiten gestern stattfanden, was ich leicht irritiert erst nach einer Weile feststellte.

An das Unglück in Tschernobyl vor 18 Jahren denkt heute keiner, das ist den Australier zu weit weg.





Just Like A Pill

Sonntag, 25.April 2004 @ 23:28 Uhr
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Wenn einer den Rock'n'Roll im Blut hat, dann bin ja wohl ich das !

Genau die richtigen Voraussetzungen also für einen Besuch der ersten Australien-Tour von Pink. Gleichzeitig konnte ich zum ersten Mal das Sydney Entertainment Centre von innen bewundern. Natürlich verzichtete ich auf einen Sitzplatz und entschied mich für eine Karte im Innenraum, um so näher an der Bühne zu sein.

Im ausverkauften Haus - es sollen wohl ca. 12000 Leute reinpassen - schubste und drängelte ich mich nach vorn. Nicht besonders schwer, wenn der Frauenanteil jenseits der 90%-Marke liegt . Und selbst die paar, die noch vor mir standen, gingen mir nur bis Schulterhöhe, so dass ich einen Superblick hatte.

Die Vorband gab sechs oder sieben Lieder zum Besten. Leider ist mir der Name entfallen, es war irgendwas wie Skalter. Vier Mädels aus Sydney versuchten sich recht passabel an Punk. Am Outfit müssen sie noch arbeiten, ich kann diesen ewigen Avril-Lavigne-Look echt nicht mehr sehen.

Und Pink ließ sich danach fast eine Stunde (!) Zeit. Vielleicht musste sie erst hinter der Bühne ausnüchtern ...

Ganz ehrlich: die ersten beiden Lieder waren nicht so doll, denn R'n'B steht der Frau einfach nicht. Aber als dann mit 18 Wheeler und Tried Too Hard langsam meine Favoriten kamen, war weder sie noch ich zu bremsen. Und Just Like A Pill ist doch gnadenlos gut, vor allem wenn der Schlagzeuger alles gibt. Ich hatte erwartet, dass er mit seinen imposanten Oberarmen irgendwann seine Trommeln zerlegt, das hätte mir gefallen ! Echt klasse war auch die Interpretation von Welcome to the Jungle (Original von Guns 'n' Roses), da durfte auch der Gitarrist ein Solo nach dem anderen abziehen.

Die Show drumrum war nicht das, was ich von einer Amerikanerin erwartet hatte. Ein Land, das schon bei der Halbzeitshow des Superbowls in Rage gerät, muss bei einer solchen Performance fast in Ohnmacht fallen - mir hat's gefallen ...







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