behördlich gemeldet als
stephan brumme

existent seit
27.Dezember 1978

meist anzutreffen
Rudolf-Breitscheid-Str. 226
14482 Potsdam
Germany

aber 2004
Appartment 6F
12 Boundary Street
Chippendale
New South Wales 2008
Australia
Handy
+61 4151 86045

ICQ
209876906
 

und im Internet
www.stephan-brumme.com sowie
spamfilter@stephan-brumme.com

Aktueller Sonnenstand



In Sydney ist es 11:15,
in Luckenwalde 01:15


Mehr dazu unter
sonnenstand.stephan-brumme.com
bzw.
sunshine.stephan-brumme.com


   
S M D M D F S
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31  

Das ganze Jahr - Bild für Bild.
Gehe zu den Fotos.



Meine Lieblingsbilder

Das ganze Jahr im Überblick,
d.h. ganze 390 Einträge
voller großer und kleiner Geschichten.

Besonders empfehlenswert

     

  

Blogs müssen zusammen(halten) !




Im Internet verlaufen ?
Such einfach nach meinem Barcode™ ...




Google+


Tagebucheinträge in der Woche
vom 29.Februar 2004 bis 06.März 2004

<< älter navigator neuer >>

Queer Eye For The Straight Guy

Samstag, 06.März 2004 @ 23:58 Uhr
archiv

Dieser Sommer macht mich leicht nervös. Entweder ich komme vor Hitze um oder es gießt wie wild und verrückt. Heute war der Regen mal wieder an der Reihe, was sich aber als total unpraktisch herausstellte, denn das Massenevent des Jahres stand an: die Mardi Gras Parade.

Was sich erst wie eine Ausstellung der Landwirte aus Queensland anhört, ist in Wirklichkeit der größte schwul-lesbische Umzug der Welt. Ups, man darf natürlich nicht die Transvestiten, die Bisexuellen, die Orientierungslosen, die Experimentierfreudigen, die Abstinenzler, die Verlaufenen, die Sydneysider und die Zuschauer vergessen. Ich gehöre zu letzteren. Nur zur Sicherheit.

Und der Regen sorgte für so manches zerstörte Kostüm, ganz zu schweigen von meiner vor Feuchtigkeit streikenden Digicam. Trotz allem bewegte sich der Umzug knappe 5 km vom Hyde Park entlang der Oxford Street zu den Fox Studios. Dort wird alljährlich der Höhepunkt zelebriert. Bei der ganzen durchnäßten und daher höchst eng anliegenden Kleidung fand der für einige aber vielleicht schon vorher statt

Mir wurde das Gedränge am Straßenrand etwas unangenehm, da seltsamerweiser die hinten stehenden Personen immer enger aufrückten. Lehre Nr. 1: nie ganz vorne stehen ! Lehre Nr. 2: Versuche nie anhand des Äußeren das Geschlecht festzustellen ! Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich vor einer Hochzeit auf einen DNS-Test bestehe, da ich viele Wunder der modernen plastischen Chirurgie sah - aber das Y-Chromosom ist die letzte Bastion, die die Medizin noch nicht geknackt hat.





Gettin Busy

Freitag, 05.März 2004 @ 19:49 Uhr
archiv

Hmm, was kann man heute machen ? Nothing, Nada, Nix ! Und so setzte ich mich auf unseren Balkon und versuchte die Sonne von Osten nach Westen zu grinsen, was mir sogar ganz gut gelang.

Okay, ich gebe es zu: schließlich nahm ich doch ein Buch in die Hand. Erst Texturing and Modeling - wow, sind da starke Bilder drin - und dann das Buch der Bücher: die Bibel. Zwar bin ich in keinster Weise religiös, aber ein wenig sollte man sich ja auch in diesen Dingen auskennen, nicht wahr ? Zumal ich bei all den Glaubenskriegen rund um die Welt manchmal den Eindruck habe, dass die selbsternannten Kreuzritter nicht die Geschichte hinter dem Kreuz kennen, das sie in den Wind halten. Denn eigentlich kann man neben der Bibel auch den Koran und viele andere Werke als Knigge des sozialen Zusammenlebens verstehen. Wenn man denn so will.





Centrefolds

Donnerstag, 04.März 2004 @ 23:16 Uhr
archiv

Die Bibliothek der UTS hat bei meinem ersten Besuch einen zwiespältigen Eindruck auf mich hinterlassen. Die Ausstattung mit Computern ist überwältigend (waren es mehr als 100 ?), dafür ist die Auswahl an Büchern eher dürftig. Oder sagen wir lieber: auf Potsdamer Niveau. Mit dem kleinen Unterschied, dass Fernleihe hier echt Geld kostet.

Da ich schon beim Thema Geld angekommen bin: die Ausleihfristen sind verdammt kurz und ich bekomme die Bücher immer nur für 7 bzw 14 Tage. Online kann ich, wenn kein Bedarf durch andere Studenten besteht, die Ausleihe und den gleichen Zeitraum noch einmal verlängern, viel geholfen ist mir damit aber auch nicht.

Der Bibliothek würde auch ein analoges, schilderbasiertes Wegweiser-System gut tun, damit man ein Buch findet ohne sich lange durch benutzerunfreundliche Computerprogramme zu quälen. Trotz aller Nörgelei: ich fand schließlich alles was ich wollte.

Meine erste richtige Abendvorlesung (von 18 bis 21 Uhr) namens Object Oriented Modelling ging echt an die Substanz. Prof Brian Henderson-Sellers kann man vielleicht als das australische Abbild von Prof Wendt ansehen. Sie forschen beide auf dem gleichen Sektor, Modellierung komplexer Systeme, und sind sich vom Auftreten nicht ganz unähnlich. Die ersten 90 Minuten konnte ich noch recht gespannt folgen, aber irgendwann ließen dann meine Konzentrationsfähigkeiten nach und weitere 90 Minuten später war bei mir Schicht im Schacht. Um diese Uhrzeit, immerhin 21 Uhr, über theoretische Ansichten zur Objektorientierung nachzudenken, das setzt den kleinen Stephan leider außer Gefecht. Vielleicht liegt das auch am akuten Absinken des BBQ-Spiegels seit letzten Sonntag.





Times Like These

Mittwoch, 03.März 2004 @ 22:06 Uhr
archiv
mehr ? na hier: start.it.uts.edu.au

Heute morgen hatte ich den ersten Kurs, wo ich mir etwas einsam vorkam - von 23 Teilnehmer bin ich der einzige nicht aus Asien. Als wir uns in kleinen Gruppen untereinander vorstellen sollten, da fingen auf einmal ein paar Chinesen an, statt Englisch Mandarin zu benutzen. Ich wusste, dass meine Russisch-Jahre stets eine Zeitverschwendung waren, ich hätte Mandarin lernen sollen ! In diesen Momenten beneide ich Sebastian Schenk, der momentan in China weilt und darüber nur lächeln kann.

In Australien finde ich die Länge der Vorlesungen ganz schön anstrengend. Statt der aus Deutschland gewohnten 90-Minuten-Blöcke ziehen die Dozenten hier gleich 180 Minuten, also drei Stunden, konsequent durch und nörgeln ein wenig, wenn die Studenten nach ein, zwei kurzen 5-Minuten-Pausen fragen. Besonders bei Abend-Vorlesungen, wie sie bei mir Dienstag und am Donnerstag jeweils von 18 bis 21 Uhr stattfinden, verliere ich ab und zu den Faden und steige kurz geistig aus. Sicherlich sollte ich irgendwann in meinem Leben mit Kaffee trinken anfangen. Auch wenn ich mich jetzt noch stur dagegen wehre.

Für alle technisch Interessierten hier eine kurze Auflistung meiner Projekte/Assignments für dieses Semester: in Advanced Image Synthesis werde ich einen Raytracer schreiben (müssen), der wievielte ist das inzwischen ? Allerdings muss der technisch eine ganze Menge drauf haben, deshalb wird es bestimmt sehr interessant. Ich versuche mich wieder an C#, da ich mehr als genug C++ hinter mir habe und auf Java nicht so scharf bin. Zusätzlich schwebt mir die Idee der Laufzeitkompilierung von Surface- und Light-Shadern vor, das geht ja mit dem .NET-Framework ganz gut. In Intelligent Agents habe ich bislang freie Auswahl, es muss nur bis Ende Mai ein sinnvoller Bot in Java (würg !) entstehen. Mir schwebt ein Programm vor, dass Blogrolling oder Technorati mißbraucht, um Blogs zu überwachen und wichtige Einträge per Mail (einfach) oder ICQ (kompliziert) dem User meldet. In Advanced Data Communications ist ein Paper zu verfassen, vermutlich schreibe ich 2000 Wörter über Streaming. Was in Object Oriented Modelling vor sich geht, das kann ich noch nicht sagen, da kommt morgen die erste Veranstaltung. Komisch ist, dass es dort nur ein Lab und keine Lecture gibt. Was die sich dabei nur gedacht haben





The Winner Takes It All

Dienstag, 02.März 2004 @ 20:41 Uhr
archiv

Gestern war ich noch ein wenig böse auf die Verwaltung, heute gab ich ihnen die Gelegenheit zur Besserung - und sie nutzten sie prompt ! Eigentlich wollte ich mich in den Kurs 32544 Advanced Image Synthesis Techniques einschreiben. Dieser war jedoch ausgebucht, in dieser Aussage waren sich Internet und Aushang einig. Und somit entschloss ich mich, den Kurs 31605 Computer Graphics Rendering Techniques zu belegen.

Leicht stutzig machten mich die identischen Kursbeschreibungen: 32544 ist für Postgraduates (wie mich) gedacht, 31605 für Undergraduates. Da ich eh nur die Credit Points von höchstens zwei Kursen nach Potsdam transferieren kann, störte mich das Wort Undergraduates nicht besonders und ich kam mit meinem Tutor überein, dass ich den Kurs rein interessehalber belege. Ich erklärte ihm noch einmal meine Odyssee und meinen ursprünglichen Wunsch des Postgraduate-Kurses. Mehr oder weniger zufällig schaute er auf einer mitarbeiter-internen Webseite die Belegungslisten nach und stellte fest, dass ein Student sich aus 32544 wieder ausgetragen hatte ! Also füllte ich flugs alle Stundenplanänderungsformulare erneut aus, der liebe Rene (so heißt mein Tutor) unterschrieb ein zweites Mal und ich hab jetzt alles genau so, wie ich es wollte !

Heute morgen begann auch meine erste Vorlesung namens Building Intelligent Agents. Zwar betonen alle stets, dass Vorlesungen in Australien sharp beginnen, also kein akademisches Viertel existiert, die letzten Studenten erschienen trotzdem fast 40 Minuten zu spät. Bei nur 90 Minuten Vorlesungsdauer ist das ein dicker Brocken - mancher kann's sich vielleicht leisten. Bislang konnte ich keine Anwesenheitslisten ausmachen, was mir sehr gefällt. Das eröffnet mir die Möglichkeit einer längeren Abwesenheit zwecks Landeserkundung

Nach Verlassen der Vorlesung überquerte ich die Straße und stürmte sofort das UTS Sports Office. Dort trug ich mich vorerst für vier von der Uni organisierte Ausflüge ein. Über den Preis bewahre ich Stillschweigen - aber es heißt ja: boys just wanna have fun.

Jeden Dienstag darf ich von 18 bis 21 Uhr erneut zur Uni, um den frisch erworbenen Kurs Advanced Image Synthesis Techniques zu besuchen. Voller Elan wollte ich die erste Veranstaltung genießen und sofort gab es die Ernüchterung: der Dozent Kevin Suffern war krank. Schade, denn er wurde frisch zum besten Dozenten der Fakultät gewählt.





Talking About A Revolution

Montag, 01.März 2004 @ 22:27 Uhr
archiv

Laut Kalender beginnt heute mein Herbstsemester. Zwei Gründe verhinderten dies: erstens habe ich montags gar keine Vorlesungen und zweitens streikte ein Großteil der Unimitarbeiter, wozu auch die Dozenten gehören.

Trotzdem begab ich mich zur Uni, um dort ein zusätzliches Fach auf meinen Stundenplan zu setzen. Dies ist nur noch diese Woche möglich, Fächer abwählen kann ich jedoch bis Ende März (ich hab auch schon ein Fach im Auge ). Das alles ist leichter gesagt als getan, denn so eine Stundenplanänderung muss formaljuristisch korrekt sein. Mit Beginn dieses Semesters führte die IT-Fakultät ein brandneues Online-System ein, das genau diese Aufgabe übernimmt. Allerdings war ich seit Donnerstag letzter Woche nicht in der Lage mich vernünftig einzuloggen. An der Zugangskennung und am Passwort kann's nicht liegen, denn beide brauche ich auch für andere Dienste (wie z.B. Mail) und dort funktionieren sie problemlos.

Und so begann meine legendäre Rundreise durch die Weiten der University of Technology in Sydney: die Verwaltung der IT-Fakultät schickte mich zu den Computeradmins, denn die sollten meine Zugangskennung mal überprüfen. War natürlich alles okay, in das Online-System einloggen konnte ich mich trotzdem nicht. Also schickten mich die Admins zur zentralen IT-Stelle der Uni, die das System entworfen hätten. Die klimperten eifrig auf ihren Tastaturen rum, guckten dabei immer sehr verständnisvoll und konnten mir letzten Endes auch nicht helfen. Ihr Tip war ein Besuch des International Office. Die wiederum erklärten mir, dass sie nicht zuständig seien. Die zentrale Auskunftstelle der Uni stellte klar, dass einzig die Fakultät, genauer: deren Verwaltung, für eine Stundenplanänderung zuständig sei. Freundlicherweise riefen sie dort gleich an - nur schade, dass es bereits fünf Minuten vor Dienstschluss war. Das war mir auch egal, denn genau an der Stelle hatte heute morgen ja meine Reise begonnen. Wenn es nicht so ernst gewesen wäre, ich hätte laut gelacht.

Meinen ganzen Frust bekamen die anderen Mitspieler beim Streetball zu spüren, nach ungefähr vier Stunden spürte ich meine Beine auch nicht mehr und schlief zufrieden wie ein kleines Baby ein.





Last Man Standing

Sonntag, 29.Februar 2004 @ 22:56 Uhr
archiv

Aus ! Vorbei ! Ich kann nicht mehr ! Also heute findet definitiv mein letzter Barbeque statt. Naja, sagen wir der letzte im Februar. Ein kleiner verschämter Blick Richtung Bauchnabel enttarnt, dass derselbe sich langsam tarnt, indem er auf Tauchstation in den umliegenden Wohlstandsgebirgen geht. Ich tippe mal auf 3 kg Zunahme seit Anfang Februar. Und das liegt alles nur an diesen superfiesen Freßgelagen !

Der heutige Anlaß besteht in der offiziellen Begrüßung durch die Wohnheimverwaltung. Von den etwa 450 in Geegal, Gumal und Bulgar untergebrachten Studenten fand sich ein knappes Viertel im UTS-Tower ein. Mit einer fast einstündigen Verspätung begannen die Mitarbeiter uns die Regeln des kooperativen Zusammenlebens in einer WG zu erklären. Für einen alten Hasen wie mich sind sie dermaßen einleuchtend, dass mich nur der Hustenanfall des hinter mir sitzenden Studenten wach hielt.

Neben den Mitarbeitern kümmern sich auch die sogenannten Resident Networkers um uns. Dabei handelt es sich um ganz normale Studenten, die mit uns in den Wohnheimen wohnen, aber mehr Verantwortung und Kompetenz besitzen. Sie sind in der Regel unsere ersten Ansprechpartner bei Problemen, sie organisieren aber auch gemeinschaftliche Aktivitäten (wie Barbeques ?!) und vieles mehr. Der hohe Zeitaufwand wird meines Wissens mit einer extra niedrigen Miete durch die Uni belohnt. Ein fairer und sehr sinnvoller Deal, sowas sollte es in Deutschland auch geben. Übrigens gibt es zwei Resident Networker in Geegal, einer davon ist Patricia, die in meiner WG lebt. Sehr praktisch.

An die persönliche Vorstellung dieser Resident Networkers schloss sich dann das Raubtierfüttern hungriger Studenten an. Wir scheiterten aber an den gigantischen Vorräten gnadenlos und so schnappte ich mir noch genug Brötchen für den Heimweg und die nächsten Tage. Irgendwie muss ich ja die BBQ-freie Zeit überstehen

Am Mittwoch gab es bei uns in Geegal einen Feueralarm (mein investigativer Bericht dazu). Das scheint aber nichts gegen die anderen Wohnheime zu sein. Insgesamt wurde die Feuerwehr wohl fünfmal in dieser Woche gerufen - und jedesmal blinder Alarm. Zumindestens traten außer Toaststullen mit stark erhöhtem Kohlenstoffgehalt und ähnlichen Küchenunglücken keine ernsthaften Schäden auf. Was lehrt mich das ? Immer schön Abstand zu Kochflächen halten und die Ernährung eifrig aus dem Kühlschrank beziehen.







<< älter navigator neuer >>

... oder zurück zur Startseite ...