behördlich gemeldet als
stephan brumme

existent seit
27.Dezember 1978

meist anzutreffen
Rudolf-Breitscheid-Str. 226
14482 Potsdam
Germany

aber 2004
Appartment 6F
12 Boundary Street
Chippendale
New South Wales 2008
Australia
Handy
+61 4151 86045

ICQ
209876906
 

und im Internet
www.stephan-brumme.com sowie
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Aktueller Sonnenstand



In Sydney ist es 23:15,
in Luckenwalde 15:15


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Tagebucheinträge in der Woche
vom 05.Dezember 2004 bis 11.Dezember 2004

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I Should Be So Lucky

Samstag, 11.Dezember 2004 @ 20:14 Uhr
archiv
mehr ? na hier: Bilder: victoria

Ab nach Ballarat. Dauert ein wenig. Aber dann. Gold. Überall. Vor hundert, zweihundert Jahren. Gold. Nur Gold. Reichste Stadt der Welt. Damals.

Heute ? Nix. Ausstellung. Freizeitpark. Interessant. Gut gemacht. Pferde. Hobby für manche. Voltigieren ? Ich nicht. Vor allem nicht im Regen.

Abend bricht an. Wieder Motel. Weil wieder Whirlpool. Ich liebe sowas. Zum Abtauchen und einatmen. Letzter Abend. Letzte Nacht. Hier. Morgen Sydney. Aber ich komme wieder. Wo kann ich das sonst ?





Mr Cab Driver

Freitag, 10.Dezember 2004 @ 20:00 Uhr
archiv
mehr ? na hier: Bilder: victoria

Weg von Melbourne. Nach Westen. Drei Stunden Fahrt. Berge. Grampies. Wasserfälle. Abrutschen ? Nie – einfach festhalten. Mit starker Hand. Und innehalten.

Pause

Pause ?

Man muss nur wollen. Richtig.

Japaner. Überall. Selbst auf Parkplätzen. Wie soll da die Erde beben ? Ich hab auch Grenzen. Und erweitere sie. Im Auto. So weit es geht. Denn es geht weiter.

Vielleicht bringt mich eine große, leicht triefende Pizza und ein Glas Rotwein wieder zu Verstand. Aber will ich das überhaupt ? Schließlich ist die Hälfte meiner Reise durch Bunny, Sally, nee, Victoria - ach wie heißt der Bundesstaat ? Queensland ist es nicht ! - bereits rum. Da werd ich noch viel drüber nachdenken müssen.

Motel. Whirlpool. Das kribbelt. Und ist so schön warm. Da läuft mir ne Schweißperle übers Gesicht. Wasserbett im Zimmer. Entspannen. Auf mich einwirken lassen. Von oben bis unten. Mehrfach.

.




God Put A Smile Upon Your Face

Donnerstag, 09.Dezember 2004 @ 22:49 Uhr
archiv
mehr ? na hier: Bilder: victoria

Auf. Auf. Ja. Ja. Zu den Dendenongs. Puffing Billy. Dampflok. Mächtig Dampf. Der Name eben. Scheibe beschlagen. Im Abteil. Unglaublich. Im Abteil. Allein und mit der ganzen Welt zusammen. Wer bietet mehr ? Wer kann bremsen ? Halt dich fest !

Fisch. Essen. Nee, dinieren. Austern. Wegen Gerüchten. Stimmen auch. Warmes Bett. Schon wieder. Zum ersten, zum zweiten, zum dritten. Booong ! Friedlich einschlafen. Wie ein Rennfahrer.





See The Sun

Mittwoch, 08.Dezember 2004 @ 20:11 Uhr
archiv
mehr ? na hier: Bilder: victoria

Vielleicht war ich nicht deutlich. Muss ich auch nicht. Will ich auch nicht. War ich nie.

Hä ? Hinweis gefällig ? Gestrigen Beitrag durchlesen, nur den ersten Absatz. Und wieder und wieder. Vielleicht macht es "klick !"

Aufgewacht. Geduscht. Frühstück. Obstsalat. Kaffee. Ich ? Nie !

Rialto-Tower. Hoch. Runter. Kopf. Sitzreihe. Vorstellung vorbei. Nächste. Kasino. Geizig. Spazieren. Parlament. Park. Weggucken. Oder hingucken. Auf der Mauer, auf der Lauer.

Goldiges Auto. Formel Eins am Airport. So ein Blödsinn. Ist doch im Albert Park. Aber nicht da hin. Zu teuer. Weil am Park.

Yes, I see the sun.





Against All Odds

Dienstag, 07.Dezember 2004 @ 23:10 Uhr
archiv

Manchmal muss man sich neu erfinden. Altes über Bord werfen. Dinge wagen, die keinen Sinn machen. Weil sie Sinn machen. Denn niemand wird es richtig verstehen. Nicht mal ich.

Abends. Thai-Essen. Kino: Garden State. Abgerutscht. Bett. Stuhl. Bett.





Surfin'

Dienstag, 07.Dezember 2004 @ 13:33 Uhr
archiv
mehr ? na hier: Bilder: great ocean road

Zwei große Bekleidungsmarken outen jeden als stolzen Australier oder zumindestens Australientourist: Billabong und Ripcurl. Entsprechende Läden gibt es in größeren Städten überall. Vom Kernkonzept sind beides Inbegriffe für Surfer-Klamotten, weil genau da ihre Ursprünge liegen. Die Anfänge gab es vor einem halben Jahrhundert hier westlich von Melbourne. In der steten Brandung legten sich die ersten Freaks aufs Brett und paddelten los um die Wellen zu bezwingen. Das Surfen selbst erfanden sie nicht, da waren andere weitaus schneller, doch die gesamte Freizeitindustrie drumrum legte hier mächtig gewaltig los. Wetsuits für unterkühlte Menschen wie mich nahmen hier ihren Anfang.

Kaum kam Geelong, die Aussie-Rules-Football-Metropole, in Sichtweite (die Straße war mittlerweile eine zweispurige Autobahn), da konnte ich Melbourne am Horizont erahnen. Und die dreieinhalbtägige Tour ging zu Ende. Im miesen Nieselregen schlug ich schließlich vor meinem Hotel auf. Dem Victoria Hotel, das mal eine der besten Adressen am Orte war. Leider – nein, eher besser so, denn das bewahrte mich vor den ausgebuchten Jugendherbergen mit ihren unbequemen, durchgelegenen Betten. In meinem hohen Alter, zwanzig Tage vor meinem 26.Geburtstag, macht mein Rücken nicht mehr jeden Spaß mit. Oder etwa doch ?





Falling To Pieces

Montag, 06.Dezember 2004 @ 18:06 Uhr
archiv
mehr ? na hier: Bilder: great ocean road

Der liebe Nikolaus legt mit Vorliebe Süßigkeiten in geputzte Schuhe. Meine Schuhe wurden seit Ewigkeiten nicht mehr geputzt, deshalb machte ich mir keine Hoffnungen. Ich bin Realist. Schon gleich nach dem Frühstück in der Jugendherberge düste der kleine Bus schnurstracks zu einem Eukalyptuswald, wo ich das erste Mal Koalas in freier Wildbahn sah (ja, im Zoo habe ich bereits unzählige gestreichelt). Schon niedlich wie sie in den Bäumen sitzen. Aufgrund ihrer Bewegungsarmut sind sie erstaunlich schwer zu finden. Ich stellte mich dabei total blind an.

Viel einfacher auszumachen waren die ersten Vorboten der zwölf Apostel. Im Grunde sind das alles sehr labile Sandfelsen, die minimal stabiler als die Küste sind. Das Meer frisst sich unaufhörlich Meter für Meter jedes Jahr landwärts und lässt einzelne Säulen stehen, die für die Wellen vorerst zu hart sind. Die Apostel sind ziemlich hoch, ich schätze weit über zwanzig Meter. Ihre schmale Standfläche erodiert atemberaubend schnell. Früher oder später brechen sie dann doch zusammen, dafür ist die See einfach zu erbarmungslos.

Die Nassheit des Meeres färbte unglücklicherweise auf die Wolken ab und setzte nach und nach Regen ein. So unschön das auch war - es vertrieb wenigstens die furchtbar nervigen Fliegen. Das graue, kühle Wetter (ja, ich fror im T-Shirt) nahm den eigentlichen zwölf Apostel den Glanz. Sie werden gerne als berühmteste Sehenswürdigkeiten der Südküste Australiens beschrieben. Und sie sind der lebende Beweis dafür, dass Australier nicht zählen können. Es kommen beim besten Willen niemals genau zwölf zusammen, höchstens in der Bibel. Momentan sind wohl um die neun klar auszumachen.

Vor ein paar Jahren stürzte eine Formation, bekannt als die London Bridge, zusammen. Zwei Besucher, besser gesagt ein verliebt turtelndes Pärchen, das sich gerade auf der London Bridge aufhielt, wurde somit vom Festland abgetrennt. In einer großartigen Rettungsaktion brachte ein Hubschrauber sie in Sicherheit. Fernsehteams waren ein bißchen schneller und übertrugen die Bilder live. Das sahen auch die jeweiligen Ehepartner des Liebespärchens. Fremdgehen ist genau deswegen seit jeher pfui, pfui.

Die restlichen Attraktionen entlang der Strecke (u.a. ein Regenwald, wie treffend) schenkten wir uns, da alle im Bus die trockene Wärme des Autos der nassen Kühle der Natur vorzogen.





How Come You Don’t Call Me Anymore

Sonntag, 05.Dezember 2004 @ 21:07 Uhr
archiv
mehr ? na hier: Bilder: great ocean road

Ich hab den Haken an der Sache entdeckt: den Haken, Beifahrer zu sein. Das Handy der Fahrerin lag immer auf der großen Mittelkonsole und hörte heute nicht mehr auf zu klingeln. Genau wie in Deutschland ist telefonieren am Steuer verboten und deshalb musste ich ran. Und mir wurde sehr schnell klar, dass da ein Geburtstagskind neben mir sitzt. Und genau das war ihr offensichtlich peinlich. Frauen und ihr Alter – furchtbar. Jedenfalls sollte ich das für mich behalten und alle Anrufer abwimmeln, es sei denn, ihr Arbeitgeber Wayward Bus ist dran. Extrem toll, bei ständig verrauschten und abbrechenden Verbindungen Australier mit dem schlimmsten Outback-Akzent zu verstehen. Meine kleine Hölle.

Die grüne Hölle wartete nur wenig später auf mich: vor hundert Jahre sackte in Mt. Gambier über Nacht ein ganzes Stück Erde zwanzig Meter in die Tiefe. Der Grundstücksbesitzer, ein örtliche Industrieller mit finanziellen Reserven, freute sich drüber und baute seinen ganz individuellen Garten mit Pflanzen auf jedem freien Quadratzentimeter.

Gestern noch klagte ich über das Wasser des Murray, heute erlebte ich mein blaues Wunder – der blaueste See, den ich je sah. So eine unglaublich intensive blaue Farbe verschlug mir glatt die Sprache. Ein Naturwunder der besonderen Sorte.

Fast genau zum High Noon kam die Grenze zum Bundesstaat Victoria in Sichtweite. Dem Land der wilden ... keine Ahnung was. Streng genommen war ich die letzten Tage gar nicht auf der Great Ocean Road, sondern nur auf dem Highway Number One. Den kenne ich aus New South Wales, Queensland und Westaustralien ziemlich gut, denn er durchquert den ganzen Kontinent. Welche Straße auf der Welt kann das schon von sich behaupten ? Die Great Ocean Road ist ein ganz kleiner, wenn auch sehr bekannter Teil des Highways und fängt erst in Victoria an. Und das nicht an der Landesgrenze, sondern ein paar Hundert Kilometern vor uns. Bezüglich Entfernungen bin ich in Down Under sowieso sehr unkritisch geworden – auf ein paar Stunden mehr oder weniger kommt es im Leben schließlich nicht an.







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